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Sehen am Computer
von Juliane Makowiecki
Der Computer ist nicht mehr das Werkzeug einiger Spezialisten, sondern hat sich längst als Spielzeug im Kinderzimmer etabliert. Aus dem Arbeitsleben ist der PC nicht mehr wegzudenken und im Privaten heißt Gespräch auf Neudeutsch: „Chat und Email“.

Aber: „keine Wirkung ohne Nebenwirkung“. Viele Menschen kennen das: gerötete Augen, Augenbrennen, Nackenverspannungen und/oder der Rücken schmerzt nach einigen Stunden PC-Arbeit. Kontaktlinsenträger fangen an zu blinzeln. Manch einer wundert sich auf dem Nachhauseweg; am Morgen war doch noch alles klar zu sehen und am Abend ist alles so verschwommen in der Ferne. Einige Veränderungen am Arbeitsplatz und in den Sehgewohnheiten können diese Sehstresssymptome deutlich lindern.

Anforderungen an den Arbeitsplatz

Länger sitzende Tätigkeit kann zu Muskelermüdung und Verspannungen führen. Ergonomisch günstig ist das dynamische Sitzen mit einem regelmäßigen Wechsel der Sitzhaltung. Durch Spannung und Entspannung kommt es zu einer optimalen Blutzirkulation und Sauerstoffversorgung. Wichtig ist eine gleichmäßige Be-leuchtung ohne Reflexe oder Blendung. Zu starke Kontraste sollten vermieden werden. Tageslichtlampen sind besonders empfehlenswert für ein ermüdungsfreies Sehen.

Eine Brillenstärke, die auf den Arbeitsabstand eingestellt ist, ermöglicht komfortables Sehen. Messen Sie die Entfernung Brille - Bildschirm aus, bevor Sie sich eine neue Brille anfertigen lassen.

Falls Sie mit einer Gleitsichtbrille am PC arbeiten, überprüfen Sie Ihre Kopfhaltung. Unter Umständen heben Sie unbewusst Ihren Kopf, um deutlich zu sehen. Das kann ein Hinweis für eine zu schwache Brillenstärke sein oder bedeuten, dass Ihr PC zu hoch steht. Eine Blicksenkung von ca. 30° wird als angenehm empfunden.

Ihre Möglichkeiten

Lassen Sie mal locker!

Lassen Sie Ihre Arme neben dem Körper baumeln, schütteln die Arme aus. Ziehen Sie die Schultern nach oben und atmen dabei ein, lassen Sie sie nach unten fallen und atmen Sie dabei aus. Das Ausatmen kann je nach Umgebung geräuschvoll sein bis zum lauten Seufzen, es entlastet ungemein.

Lockern Sie Ihre Gesichtsmuskulatur. Öffnen Sie leicht den Mund, ziehen die Augenbrauen ein paar Mal nach oben, zwinkern und blinzeln Sie. Beim Lesen und am Bildschirm ist die Lidschlagfrequenz vermindert. Viele Kontaktlinsenträger berichten über Verträglichkeitsprobleme wie mangelnden Tragekomfort oder Unschärfe. Mit einem zusätzlichen Gähnen unterstützen Sie die Tränenproduktion und die Befeuchtung Ihrer Augen.

Lassen Sie Ihre Augen durch den Raum in die Ferne schweifen, es beugt einseitigen Sehgewohnheiten vor.

 

© Netzwerk Sehtraining Rhein-Main Zuletzt geändert: 01. Jan 09