| Der Computer ist nicht mehr das
Werkzeug einiger Spezialisten, sondern hat sich längst als
Spielzeug im Kinderzimmer etabliert. Aus dem Arbeitsleben
ist der PC nicht mehr wegzudenken und im Privaten heißt
Gespräch auf Neudeutsch: „Chat und Email“.
Aber: „keine Wirkung ohne
Nebenwirkung“. Viele Menschen kennen das: gerötete Augen,
Augenbrennen, Nackenverspannungen und/oder der Rücken
schmerzt nach einigen Stunden PC-Arbeit. Kontaktlinsenträger
fangen an zu blinzeln. Manch einer wundert sich auf dem
Nachhauseweg; am Morgen war doch noch alles klar zu sehen
und am Abend ist alles so verschwommen in der Ferne. Einige
Veränderungen am Arbeitsplatz und in den Sehgewohnheiten
können diese Sehstresssymptome deutlich lindern.
Anforderungen an den Arbeitsplatz
Länger sitzende Tätigkeit kann zu
Muskelermüdung und Verspannungen führen. Ergonomisch günstig
ist das dynamische Sitzen mit einem regelmäßigen Wechsel der
Sitzhaltung. Durch Spannung und Entspannung kommt es zu
einer optimalen Blutzirkulation und Sauerstoffversorgung.
Wichtig ist eine gleichmäßige Be-leuchtung ohne Reflexe oder
Blendung. Zu starke Kontraste sollten vermieden werden.
Tageslichtlampen sind besonders empfehlenswert für ein
ermüdungsfreies Sehen.
Eine Brillenstärke, die auf den
Arbeitsabstand eingestellt ist, ermöglicht komfortables
Sehen. Messen Sie die Entfernung Brille
- Bildschirm aus, bevor Sie sich eine neue Brille
anfertigen lassen.
Falls Sie mit einer Gleitsichtbrille
am PC arbeiten, überprüfen Sie Ihre Kopfhaltung. Unter
Umständen heben Sie unbewusst Ihren Kopf, um deutlich zu
sehen. Das kann ein Hinweis für eine zu schwache
Brillenstärke sein oder bedeuten, dass Ihr PC zu hoch steht.
Eine Blicksenkung von ca. 30° wird als angenehm empfunden.
Ihre Möglichkeiten
Lassen Sie mal locker!
Lassen Sie Ihre Arme neben dem Körper
baumeln, schütteln die Arme aus. Ziehen Sie die Schultern
nach oben und atmen dabei ein, lassen Sie sie nach unten
fallen und atmen Sie dabei aus. Das Ausatmen kann je nach
Umgebung geräuschvoll sein bis zum lauten Seufzen, es
entlastet ungemein.
Lockern Sie Ihre Gesichtsmuskulatur.
Öffnen Sie leicht den Mund, ziehen die Augenbrauen ein paar
Mal nach oben, zwinkern und blinzeln Sie. Beim Lesen und am
Bildschirm ist die Lidschlagfrequenz vermindert. Viele
Kontaktlinsenträger berichten über Verträglichkeitsprobleme
wie mangelnden Tragekomfort oder Unschärfe. Mit einem
zusätzlichen Gähnen unterstützen Sie die Tränenproduktion
und die Befeuchtung Ihrer Augen.
Lassen Sie Ihre Augen durch den Raum
in die Ferne schweifen, es beugt einseitigen Sehgewohnheiten
vor.
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